Unser Dölsacher Hausberg, der Stronachkogel, hat als „niedrigster Berg Osttirols“ ausgedient. An seiner Stelle bekommt der schon seit vielen Jahrzehnten in Vergessenheit geratene Großnitzkopf seit 2024 wieder Besuch. In der Literatur scheint er als Randbemerkung 1960 bei Rudi Klose (ÖTK Wien) und zuletzt 1984 bei Hubert Peterka, dem Autor des ÖAV-Führers Lienzer Dolomiten auf – als Teil eines Treibersteigs aus der Zeit um 1900, der von dieser Seite aus parallel zum Zabratsteig (ehemals Leitersteig) auf direktem Weg durch die gewaltigen Nordabstürze auf die Freiung führte. Seither hatte die Natur diesen historischen Anstieg lückenlos zum Verschwinden gebracht. Das Auffinden der günstigsten Route am ONO-Sporn über der Grolitsch erforderte aufgrund des urtümlichen Geländes mehrere Anläufe und tüchtiges Werken, der momentane Zustand des „Weges“ ist interessant bis erfreulich für ambitionierte Pfadfinder, aber eher nicht für verwöhnte Genusswanderer. Die ehemals völlig von Latschen überwucherte Kuppe ist jetzt zu einem exquisiten Aussichtsplatz mutiert und hat ein schmiedeeisernes Gipfelzeichen bekommen. Zur Wahrung der Urtümlichkeit wird die Tour vorderhand nicht veröffentlicht.
Sicher keine Allerweltstour, wir sind gespannt und freuen uns auf Interessenten.
Im Aufstieg sind 850 Höhenmeter zu bewältigen.
Dauer: 07:30 bis ca. 14:00 Uhr
Voraussetzung: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auch in unwegsamem Gelände, seilfreies Überwinden von Kletterpassagen im Schwierigkeitsgrad 1+, gute Grundkondition.
Ausrüstung: Berg- oder Trekkingschuhe; Jause, Getränk
Ort: Großnitzkopf, eine Rückfallkuppe auf halber Höhe der Freiung-Nordabstürze, Hochstadelmassiv
Treffpunkt: Dorfcafe Dölsach, 07:30 Uhr, Mitfahrgelegenheiten bitte rechtzeitig bekanntgeben/erfragen
Auskünfte und Anmeldung: bis 24h vor der Tour beim ÖTK-Aktivteam: Ulli&Erich Haderer: 0676 5426007, aktiv@oetk-doelsach.at







